www.ideenreich.at: Dipl.-Ing. Uli Waibel

Dipl-Ing. Uli Waibel

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Herr Waibel, Sie begrüßen die BesucherInnen Ihrer Website mit dem Satz: "Auch große Innovationen haben als kleine Idee begonnen". Was zeichnet eine gute Idee aus?

Dipl-Ing. Waibel: Eine gute Idee muss nicht "ultrakreativ" sein - es genügt schon, ein klein wenig neben der "Spur" des Gewohnten zu denken. Aber die Idee sollte ein Kundenbedürfnis möglichst auf den Punkt treffen und vor allem muss sie konsequent umgesetzt sein. Ein schönes Beispiel für so eine konsequente Umsetzung ist für mich der Erfolg des Nespresso-Systems.

Viele gute Ideen schaffen es nie bis zur Umsetzung. Was sind Ihrer Meinung nach die größten Hürden, wenn es um die Phase NACH der Ideenfindung geht? Welche Besonderheiten sind hier zu beachten?

Dipl-Ing. Waibel: Darüber könnte man stundenlang philosophieren - und in der Tat gibt es eine Reihe von Büchern und Studien, die sich mit dem Thema beschäftigen. Ich persönlich bin der Meinung, dass es essentiell ist, schon sehr früh im Innovationsprozess klare Vorstellungen über mögliche Zielgruppen zu entwickeln und deren Bedürfnisse zu verstehen. Mit diesem Wissen lässt sich die Innovation besser in die Welt des Kunden integrieren - die Chance für einen Markterfolg steigt.

Seit kurzem sind Sie als Experte bei ideenreich.at tätig und bewerten und kommentieren neu einlangende Ideen. Wenn Sie die vergangenen Wochen noch mal Revue passieren lassen: welche drei Ideen sind Ihnen hier besonders im Gedächtnis geblieben?

Dipl-Ing. Waibel: Die Vielfalt der eingereichten Ideen ist ja sehr groß. Auf Anhieb fällt mir das Handy ein, das eine abnehmbare Freisprecheinrichtung integriert hat (große Zielgruppe, klarer Zusatznutzen), ein Windkraftwerk das Höhlenwinde nutzt (hat mich zum Nachdenken angeregt) und ein Rüttelsessel - weil ich mir das lustig vorstelle, durchgerüttelt zu werden :-)  - wenn mir auch als Laie der gesundheitliche Nutzen nicht ganz einsichtig ist.

Gibt es einen Tipp, den Sie den BesucherInnen von ideenreich.at noch auf den Weg geben wollen?

Dipl-Ing. Waibel: Um die Chancen seiner Idee für einen verwertbaren Erfolg zu erhöhen, sollte man sich genau überlegen, wer tatsächlich ein echtes Bedürfnis danach haben könnte und wie viel Geld er/sie dafür ausgeben würde. Schon eine kleine "Umfrage" im Bekanntenkreis kann als erster Filter helfen, die Spreu ("nice-to-have") vom Weizen ("customer value") zu trennen.

Herr Dipl.-Ing. Uli Waibel ist Geschäftsführer von Innovendo. Innovendo unterstützt Unternehmen dabei, Technologiebasierte Innovationen erfolgreich auf den Markt bringen. Seit April 2006 ist Herr Dipl.-Ing. Waibel Mitglied im ideenreich.at-ExpertInnen-Team.


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