www.ideenreich.at: Kinetische Energie für's Handy

Kinetische Energie für's Handy

"Die Idee ist, dass Handys am Handgelenk getragen werden und der Akku über die kinetische Energie geladen wird."
Autor: Philip

Kräftig schütteln, bitte!

Die Idee ist nicht neu, aber an der Umsetzung hapert es noch immer. Das Prinzip der automatischen Armbanduhr lässt sich nicht so leicht auf wearable electronic übertragen. Um mit einem Handy eine Minute telefonieren zu können,  muss man bei einem im Handel erhältlichen "Handy-Dynamo" zwei Minuten lang kräftig die Kurbel drehen. Dreh- und Schüttelmechanismen gibt es für Rasierer, Taschenlampen, Radios und Handys schon länger, und auch der durch die Medien geisternde "Volkslaptop" lässt sich ankurbeln. Weite Verbreitung haben diese Produkte jedoch nicht gefunden.

Das Forschungsfeld, das jede nur mögliche Energiequelle aus der unmittelbaren Umgebung für die gefräßigen Gadgets anzapfen will, nennt sich "Energy Harvesting." So können Cybernomaden z. B. aus ihrem Rucksack Energie gewinnen. Zitat aus Telepolis: "[Das] Gestell [ist] am Rücken fixiert, während der Rucksack selbst über Federn schwingen kann. Beim Gehen wirken die Beine wie Pendel, die abwechselnd den Körper vorwärts tragen. Durch diese wiederholte Bewegung rutscht der Rucksack auf dem festen Rahmen hin und her. Die Federungshöhe von ca. 5 bis 7 cm reicht aus, um etwa 7 bis 8 Watt Strom zu erzeugen." Das funktioniert jedoch lediglich, wenn der Rucksack an die 40kg wiegt. 20 kg weniger Gepäck und die Leistung liegt bei zwei bis drei Watt.

Am MIT setzt man noch immer auf leichtere Varianten wie etwa Piezowandler im Schuh kombiniert mit Rotationsgeneratoren. Mit letzterem nähern wir uns auch wieder der Automatik-Uhr. Allerletzter Schrei sind photovoltaische Textilfasern, die Sonnenenergie in Strom umwandeln.

Links zum Thema:

"Einmal hüpfen bitte!"
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20891/1.html

Auch Fraunhofer forscht in diesem Bereich
http://www.fraunhofer.de/fhg/archiv/magazin/pflege.zv.fhg.de/german/publications/df/df2000/mag2-2000_06.html

http://www.fraunhofer.de/fhg/press/pi/2006/03/Presseinformation30032006.jsp

Dazu das aktuelle Symposium am 10. Oktober in Berlin
http://www.mikroenergietechnik.de/

Ein Überblicksartikel vom MIT
http://www.media.mit.edu/resenv/pubs/papers/2005-02-E-HarvestingPervasivePprnt.pdf

In Österreich besitzt z. B. das Fortec-Institut der TU Wien resp. die neu gegründete CEIT RALTEC Erfahrung auf diesem Gebiet.
http://www.fortec.tuwien.ac.at/
http://www.ceit.at/

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